Samstag, 23. Januar 2010

Berlin braucht mehr sonne

Endlich. Nach über zwei wochen trostlosem wintergrau kann man die knackig kalten temperaturen jetzt bei sonnenschein und blauem himmel genießen und gut gelaunt über die vereisten bürgersteige der hauptstadt balancieren. Auch praktisch für das größte solardach Berlins auf der Max-Schmeling-Halle, das gerade eröffnet wurde und nun öko-power ins stadtnetz speisen kann.
Für musikalisch beschwingtes schlittern empfiehlt sich - aus gegebenem anlass - Django Reinhardt, denn der wäre heute 100 jahre geworden. Keep on Jazzin' here. Unterdessen wunderbar für lange winternächte bestens geeignet: "Das war ich nicht" von Kristof Magnusson. Seit langem mal wieder ein buch, das ich gar nicht aus der hand legen wollte und in zwei nächten verschlungen hab.  Denn hier kreuzen sich auf wunderbare weise die wege eines jungen bänkers, einer übersetzerin und eines alternden schriftstellers mit schreibblocklade. Und ganz nebenbei hat Magnusson ein buch zur krise geschrieben, ein buch über  die bedeutung von wein-klima-schränken und ein buch über verschiedene lebensentwürfe unserer der generation jung-und-erfolgreich mit herrlichen charakteren und mitunter brüllend komisch.



"Schon damals hätte ich daran zweifeln müssen, ob es den Ort überhaupt gab, nach dem ich Heimweh  hatte, weil jeder Ort, an den ich mich flüchtete, den Nachteil hatte, dass ich mich dorthin mitnehmen musste." (S. 198)

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