Schön ist, wenn weihnachtsgeschenke noch lange nach der bescherung für (vor-)freude sorgen. So z.b. 'An Instance of the Fingerpost', auf dessen 700 seiten ich allabendlich ins England des 17. jahrhunderts abtauche. Oder aber letzten mittwoch, denn waren Air zu gast in der stadt. Also mit großer vorfreude durch das schneegestöber zum Huxley's gestiefelt (wie toll, das Huxley's scheint sich nach renovierung wieder unter den veranstaltungsorten zu etablieren, sehr begrüßenswert! auch, wenn bei den garderoben noch verbesserungspotential ist...).
Irgendwie hatten die beiden herren von Air sich aber vom grauen tag anstecken lassen, denn in luftig leichte sphären konnte man nur hin und wieder bei den alten songs abtauchen. Sonst haben sie ihre setlist arg routiniert runtergerattert - dabei hätte gerade das neue album viel hergeben können, wenn sie mal ein bisschen eher als beim letzten song kräftig in ihre syhnthie-tasten und gitarrensaiten gehauen hätten. Schade. (oder wie stand es in der berliner zeitung angesichts ihrer weißen anzüge im schwarzlicht und des gewöhnungsbedürftig verzerrten gesangs der beiden: 'androiden beim logopäden'. ;)
Now - that's a room with a view! Denn dank des letztens geposteten seminars zu stadtplanung in Berlin hab ich's endlich mal in die caféteria im 20. stock des Telefunken-Hochhaus der TU geschafft. Absoluter tip - wüßte nicht, wo man sonst so günstig essen und eine großartige aussicht genießen kann! Und außerdem gab's viel gedankennahrung im seminar (über die planbarkeit von brüchen in der stadt, wassertaxis auf der spree und leuchttürme in Neukölln). Weniger ausblick, dafür absolute wohnzimmeratmosphäre im Café Bilderbuch in Schöneberg für mich entdeckt: Auch hier wollt ich schon lang mal hin, allein schon wegen des sonntagsfrühstücks mit piano-begleitung. Abends mindestens genauso empfehlenswert, wenn's konzerte gibt und man in einem der vielen sofas mit einem guten glas wein versinkt.

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